Stiftungder Deutschen Lions

"Wasser für Uganda" - Jubiläumsactivity des Distrikts MN

Im Rahmen des Projekts „Wasser für Uganda“ wird der Zugang zu sauberem Wasser in den am Viktoriasee gelegenen Regionen Mukono und Buikwe für eine Zielgruppe von rund 10.000 Menschen verbessert. Das stark verunreinigte Wasser des Sees ist nicht als Trinkwasser geeignet und außerdem in den Uferregionen mit den Larven einer Egelart verseucht, die über Hautkontakt in den menschlichen Organismus gelangen kann und die sogenannte Bilharziose auslöst – eine schwere Infektionskrankheit, die unbehandelt lebensbedrohlich werden kann.

Ein typischer Wassertank, selbst gemauert von den Frauen der Selbsthilfegruppe. (Bild: arche noVa)

Sicherheit und Bildung

Von dem Projekt profitierenwerden vor allem Frauen und Kinder, die traditionell für die Wasserversorgung zuständig sind. Selbst Kinder laufen oft kilometerweit, um das täglich benötigte Wasser heranzuschaffen. Die langen Wege setzen sie zahlreichen Gefahren aus. Auch der Schulbesuch kommt dadurch zu kurz. Fehlendes Hygienewissen und ein Mangel an Sanitäreinrichtungen befördern die Übertragung von Krankheiten und führen zur weiteren Verschmutzung der Wasserquellen. Unter enger Einbeziehung der Bevölkerung und mit dem Fokus auf Standorte an Schulen und in kleineren Gemeinden bauen Frauen in der Projektregion in Eigenleistung Regenwassertanks. Gefiltert mit einfach hergestellten Sandfiltern steht so das benötigte Trinkwasser zur Verfügung – wenn der Regen regelmäßig kommt. Ergänzend sind inzwischen Brunnen nötig. Die Errichtung von einfachen Handwaschstationen (so genannte „tippy taps“) und Toiletten runden die umfassendenMaßnahmen der lokalen Selbsthilfegruppen ab.

Eigenverantwortung für das Fortbestehen des Projekts

Dabei werden engagierten Frauen in den Gemeinden zu verantwortlichen Akteuren des Projekts. Sie geben grundlegendes Hygienewissen weiter und kümmern sich um die Instandhaltung und Bedienung der Einrichtungen. So ist die Nachhaltigkeit auch nach Abschluss des Projekts gesichert.

Unterstützt wurde der Distrikt MN bei der Planung und Koordination seines zukunftsweisenden Jubiläums-Projekts vom Hilfswerk der Deutschen Lions (HDL). Es stellte den Kontakt zum Kooperationspartner „arche noVa” her, der sich – mit viel Knowhow, langjähriger Erfahrung und Fachleuten vorOrt – umdie Umsetzung kümmert und die Antragsstellung für Drittmittel begleitet.

Förderung durch LCIF - Eigenmittel aus dem Distrikt MN

Bei Lions Clubs International Foundation (LCIF) wurde eine sogenannte „Standard-Grant Application“ gestellt. Die Kosten für alle geplanten Maßnahmen liegen bei rund 100.000 Euro für Baumaterialien, Aufklärungskampagnen, die enge Projektbegleitung und die Schulung der Selbsthilfegruppen.

Die erforderlichen Eigenmittel hat die Jubiläumsactivity im Distrikt MN innerhalb kurzer Zeit zusammengetragen gesichert. DG Regina Risken hat das Jubiläums-Projekt im September 2014 auf der ersten Distriktversammlung erstmals vorgestellt und die Clubs und die Lions in MN um Unterstützung gebeten. Bereits im April 2015 war das ursprünglich avisierte Spendenziel erreicht und wird derzeit durch weitere Spenden ausgebaut.

Erweiterung und Sanierung der Augenklinik Tororo, Uganda

Die Erweiterung und Sanierung der Augenklinik Tororo in Uganda gehört zu den letzten großen deutschen Lions-Projekten, das noch aus Spenden der SightFirst I-Kampagne finanziert wurde. Nach einer Laufzeit von zwei Jahren, konnte es 2008 erfolgreich abgeschlosssen werden. Die zuvor sehr überlastete Augenklinik kann nun eine größere Anzahl an Patienten behandeln. Auch die Qualität der Behandlungen konnte erheblich verbessert werden.

Projektbericht Augenklinik Tororo, Uganda (2006-2008)