Stiftungder Deutschen Lions

Licht für 100 Dörfer - Erhellen Sie mit Ihrem Club ein ganzes Dorf!

Mit „Licht für 100 Dörfer“ möchten wir eine Activity-Idee vorstellen, mit der Sie zum Jubiläum "100 Jahre Lions" Licht verschenken können.
Infoblatt zum Download - hier klicken!

Auf der Beauftragtenschulung des Hilfswerks der Deutschen Lions (HDL) im Septermber 2016 in Königswinter stellte Jürgen Gessner, Vorstand der Stiftung Life, die Idee in seinem Vortrag „Lions und Stiftung Life – 400 Tafelfahrzeuge und was kommt jetzt?“ vor und berichtete über ein aktuelles Projekt in Myanmar.

Die Ausgangslage: Gefahr durch offenes Feuer

Die Menschen auf dem Land benutzen dort als Lichtquellen hauptsächlich Kerzen oder Petroleumlampen, weil es keinen Strom gibt. Manchmal betreibt eine Dorfgemeinschaft auch einen Generator, der stundenweise Strom liefert. Neben der geringen Umweltverträglichkeit dieser Energiequellen, ist das offene Feuer eine Gefahr: Immer wieder kommt es zu Unfällen und Verbrennungen. Auf der Kostenseite hat Stiftung Life pro Familie etwa 5.000 Kyat, ca. 4 Euro pro Monat, für ein bis zwei dieser oft unzureichenden Lichtquellen ausgerechnet.

Die Idee: LED-Solarlampen statt Kerzen!

Kerzen und Petroleumlampen könnten, dank einer simplen Idee, schon bald der Vergangenheit angehören. Eine leistungsfähige LED-Solarlampe mit Panel kostet rund 10 Euro. Die Lampen sind vielfach heller als Kerzen und bringen jeder Familie eine Ersparnis von ca. 50 Euro pro Jahr – in Myanmar entspricht das ungefähr einem Monatslohn. Jede Familie zahlt daher gerne für ihre Lampe einmalig eine "Schutzgebühr" von fünf Euro, die in eine Bedarfskasse der Dorfgemeinschaft fließen.

Schenken Sie Licht zum Jubiläum: Erhellen Sie mit Ihrem Lions Club ein ganzes Dorf!

Das Ziel ist es 100 Dörfer mit je 100 Lampen zu erhellen. Jeder Lions Club, der sich mit mindestens 1.000 Euro beteiligt, bekommt ein „eigenes“ Dorf. Den Weg seiner Spende kann der Club nach Erhalt der Spendenquittung über die Stiftung Life App bis in „sein“ Dorf verfolgen.
Natürlich gibt es nicht nur Dörfer mit genau 100 Familien, daher sammelt das Hilfswerk die Spenden für dieses Projekt zentral und Stiftung Life garantiert, dass die Anzahl der Lampen á 10 Euro genau den addierten Spenden entsprechen. 

Hier finden Sie eine Übersicht über die Lions-Lampen auf der Homepage von Stiftung Life. Nur wenn Sie einverstanden sind, wird ihr Name/Clubname dort veröffentlicht.

Die Frage der Nachhaltigkeit

Damit die Rechnung aufgeht, wollten wir natürlich genaueres zur Lebensdauer der Lampen wissen. Stiftungsvorstand Jürgen Gessner beantwortete diese Fragen bereitwillig: „Die LED hält mindestens zehn Jahre, das Solarpanel zwanzig Jahre. Der Akku muss nach tausend Ladungen (ca. alle drei Jahre) gewechselt werden. Wir sorgen für den Austausch und die fachgerechte Entsorgung der verbrauchten Akkus.“ Außerdem machte Jürgen Gessner das Angebot: „Wer Lust und Zeit hat, sich sein Dorf vor Ort anzuschauen, ist herzlich willkommen. Wir helfen gerne bei der Organisation der Reise!“

Machen Sie mit und spenden Sie Licht!

Spendenkonto beim Hilfswerk der Deutschen Lions e. V.
Frankfurter Volksbank EG
IBAN: DE83 5019 0000 0000 3005 00 
BIC: FF VBD EFF

Stichwort: Solarlampen

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Weitere 25 Wasserfilter vom Typ PAUL in Myanmar angekommen

Am 22. März wurden die 25 Lions-PAULs feierlich übergeben. (Foto: Stiftung Life)

Wasserfilter sollen an Schulen gebracht werden

Am 22. März 2016 war UN-Weltwassertag. Passend dazu übergab unser Partner Stiftung Life die stolze Zahl von 25 von Lions finanzierten PAUL-Wasserfiltern (Portable Aqua Unit for Lifesaving) an die Bagan Tour Guide Association. Je ein PAUL soll von einem Tourguide in sein Dorf und an die dortigen Schulen gebracht werden und in Form einer Patenschaft betreut werden. Zwar erfordert der Wasserfilter keine Chemie oder elektrischen Strom, dennoch muss dafür Sorge getragen werden, dass die Membran im Inneren nicht trocken fällt und dass er regelmäßig abends mit rund 50 Liter gefiltertem Wasser noch einmal ausgespült wird.

Ein PAUL wird bei der Einweihung einer Grundschule übergeben. Bis zu 1.400 Kinder und Lehrer profitieren von PAUL-gefiltertem Wasser. (Bild: Stiftung Life)

Ein knappes Gut: Verschmutztes Wasser

In der Region, die auch die „Dry Zone“ von Myanmar genannt wird, holen die Menschen das Wasser aus natürlichen oder künstlich angelegten Teichen, in denen Regenwasser gesammelt wird. In der Trockenzeit sind viele dieser Teiche leer und das Wasser muss aus einem weiter entfernten Teich herbeigeschafft werden. Das stehende Wasser ist verschmutzt und oft mit Bakterien verseucht. Die mikroskopisch kleinen Öffnungen der Membran von PAUL filtern die meisten Bakterien heraus. An Schulen und Kindergärten, an denen PAUL das Trinkwasser für die Kinder filtert, wurde fast immer ein deutlicher Rückgang von, gerade für Kinder oft lebensbedrohlichen Durchfallerkrankungen festgestellt. Sobald die PAULs vor Ort sind und in Betrieb genommen wurden, können Schülerinnen und Schüler an weiteren 25 Schulen in Myanmar von den Filtern profitieren.

Sauberes Wasser nach verheerende Überschwemmungen in Myanmar

Nach ungewöhnlichen starken und langanhaltenden Monsunregen im Juni 2015 in Myanmar wurde in den besonders betroffenen Provinzen Magway, Sagaing, Chin und Rakhine der Notstand ausgerufen. Die Zahl der Betroffenen, die ihr Zuhause verloren haben, wurde auf mindestens 330.000 Menschen geschätzt. Viele Felder und Ernten wurden zerstört und die versorgung mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser wurde zum dringendsten Problem. Straßen und Bahnstrecken wurden unterspült und damit unbrauchbar und auch viele öffentliche Gebäude wie Schulen wurden zerstört. Nach der Flut begann das große Aufräumen.

50 PAULs für Myanmar

Unser Lions-Partner Stiftung Life unterstützt den Bau und nach der Flut vor allem den Wiederaufbau von Schulen in Myanmar. Um die Schüler und Lehrer mit sauberem Wasser versorgen zu können, stellten Lions bis heute 50 Wasserfilter vom Typ PAUL zur Verfügung.

Vorher-nachher-Bild des Rohwassers und des mit Paul gefilterten Wasser. Die Bilder oben machen deutlich - Wasser ist reichlich vorhanden, aber direkt aus dem Fluss kaum trinkbar. (Bilder: Stiftung Life)

Ersteinsatz an einer Grundschule

"Den ersten Wasserfilter PAUL haben wir an einer großen Grundschule aufgestellt. Über 1.200 Kinder sind hier jeden Tag + 41 Lehrer, da hat PAUL gut zu tun. Das Dorf liegt am Fluss, dort gibt es ausreichend Wasser. Wie dieses Flusswasser aussieht, sieht man in dem rechten Glas, das der Junge in der Hand hält. Im linken Glas ist PAUL gefiltertes Flusswasser. (Foto unten). Man braucht nicht viel Worte zur Erklärung und zum Glücklichsein." berichtet Stiftung Life vom ersten PAUL-Einsatz.

Die meisten Menschen in Myanmar Leben auf dem Land unter sehr einfachen Bedingungen. Bereits im März 2015 weihte Stiftung Life dort ein weiteres neues Schulgebäude ein und stellte auch dort zur Eröffnung einen Wasserfilter PAUL auf. "Die Kinder freuen sich an dem sauberen Wasser und die Lehrerin bemerkt "Seit wir PAUL haben, gibt es deutlich weniger Durchfallerkrankungen bei den Kinder!' ", so der Bericht von Stiftung Life im Oktober 2015.

Neue Lebensperspektive für Menschen in Myanmar

Nach der Flut wurde die Filterung des aufgewühlten und verschlammten Wassers, das viele Bakterien mit sich trägt, besonders dringend notwendig. Die Flüsse führen weiterhin reichlich Wasser, das allerdings stark verschmutzt ist. Derzeit werden vor Ort weitere PAULs zum Einsatz gebracht. Damit PAUL langfristig und reibungslos funktioniert, ist es sinnvoll, eine Person mit der regelmäßigen Wartung (tägliche Reinigung durch Durchspülen der Membran) zu betreuen. Eine sinnvolle Ergänzung sind Rohwasser und Frischwassertanks mit einem "zwischengeschalteten" PAUL- als dauerhafte Quelle trinkbaren Wassers.

Der verheerende Wirbelsturm in Myanmar im Mai 2008 löste in Deutschland starke Betroffenheit aus. Viele engagierten sich sofort für die Notleidenden. Insgesamt erreichten uns Spenden in Höhe von fast 50.000 Euro. Die Hilfsorganisation CARE, längjähriger Partner der Lions, setzte die Hilfe vor Ort um. Die Menschen in Myanmar sind allen Spendern und den Helfern dankbar für eine neue Lebensperspektive.

Projektbericht Lions-Hilfe nach Wirbelsturm in Myanmar