Lions und Siemens weihen Klinik in Baiji, Irak ein

Die Welt kämpft gegen die globale Corona-Pandemie und Lions helfen gemeinsam mit vielen Partnern. Im Irak haben die Stiftung der Deutschen Lions, Siemens AG und Siemens Healthineers, das irakische Gesundheitsministerium, das Büro des Gouverneurs und das Gesundheitsdirektorat in der Provinz Salah ad-Din die feierliche Einweihung der wiedereröffneten Gesundheitsklinik in Baiji, Irak, begangen - wenn auch virtuell. 

Gesundheitsversorgung für mehr als 15.000 Menschen jährlich

Die Stiftung der Deutschen Lions, die die Rehabilitation und das anschließende Monitoring in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Amman Philadelphia aus Jordanien durchführt, erhielt von Siemens modernste Geräte im Wert von 350.000 Euro. Darunter ein digitales Röntgengerät, ein Zahnbehandlungszentrum, modernste Laborausrüstung, wie u.a. ein Blutanalysegerät für die Hämatologie, einen Transformator und Generator. Das wiederhergestellte Gesundheitszentrum hat Anfang dieses Jahres mit dem Einsatz der Ausrüstung begonnen und kann pro Jahr etwa 15.000 Menschen behandeln.

In Partnerschaft mit dem LC Amman Philadelphia, Jordanien

"Wir sind stolz auf unsere Partnerschaft mit den Lions vom Club Amman Philadelphia, dem irakischen Gesundheitsministerium und Siemens, die dazu beigetragen hat, diese wichtige Einrichtung wieder an die Menschen in der Region zurückzugeben", sagte der letzjährige Governorratsvorsitzende von Lions Deutschland, Dr. Wolf-Rüdiger Reinicke,  der das Projekt im Auftrag der Stiftung durchgeführt hat. "Es war eine Freude zu sehen, dass diese moderne Klinik termingerecht fertiggestellt wurde. Wir widmen uns nun unserer weiteren Aufgabe, während eines dreijährigen Monitorings die Nachhaltigkeit zu sichern, um allen Bewohnern der Region die bestmöglichen Dienstleistungen zu bieten.“

Sehen Sie hier das Video zur Eröffnung:

Über 2000 Winterhilfspakte für jesidische Flüchtlinge verteilt!

Die Verteilung der Hilfspakete mit Nahrung und Wintersachen im nordirakischen Shekhan-Distrikt an jesidische Flüchtlinge konnte fortgesetzt werden. Lions unterstützen die HDL-Partnerorganisation Help bei der Verteilung von Hilfspaketen mit dringend benötigten Gütern an geflüchtete Familien. Jeden Monat 2.000 Pakete.

Seit Mai 2016 konnten jeden Monat 2.000 Nahrungsmittelhilfspakete an Familien verteilt werden, aktuell wurden zusätzlich 2.320 Winter Kits ausgegeben, die Decken, warme Kleidung, Winterschuhe und Kleidung für Kinder und Hygieneartikel enthalten. Die Temperaturen im Nordirak sinken nachts auf den Nullpunkt, die Menschen, insbesondere ältere und kranke Menschen sowie Kinder, benötigen dringend zusätzliche Wintersachen um der Kälte widerstehen zu können. Die Behelfsunterkünfte in Zelten oder Rohbauten bieten keinen oder nur wenig Schutz. Bereits seit dem Sommer 2014 unterstützen Lions die Hilfsmaßnahmen von Help im Nord-Irak mit rund 200.000 Euro.

Neben der aktuen Linderung der Not durch die dringend benötigte Nahrungsmittelhilfe und Hilfspaketen für den täglichen Bedarf, bemüht sich Help auch um die langfristige und nachhaltige Hilfe. Dazu werden beispielswiese Schulen, die als Flüchtlingslager dienten rehabilitiert, damit der Unterricht weitergehen kann. Mehr zur Lage im Nordirak und über die geplanten Maßnahmen zur Hilfe für die Menschen finden Sie im unten stehenden Artikel: „Anhaltende Not der Vertriebenen im Nordirak“. Weiterhin wird Hilfe benötigt!

mehr über die aktuelle Flüchtlingshilfe der Lions!

Versorgung von jesidischen Flüchtlingen im Nordirak

(03.12.2015) Im Nahen Osten sind zurzeit Millionen Menschen auf der Flucht: Aufgrund der großen Zahl von Flüchtlingen ist vor allem die medizinische Versorgung katastrophal.

Im August 2014 wurden die Dörfer des Shingal von der IS überfallen. Viele Menschen wurden seither ermordet. Tausende von Frauen und Kindern werden als Geiseln gehalten, Frauen wurden vergewaltigt oder verkauft. Der IS sieht in den Jesiden Andersgläubige, die im radikalen Islamismus keinen Platz haben.
Über 430.000 Jesiden – mehr als 60 Prozent der im Irak lebenden Jesiden – wurden bisher zu Flüchtlingen im eigenen Land.

Nahe den Bergen im Nordirak haben sich zahlreichen Jesiden in Lager geflüchtet, um sich in Sicherheit zu bringen. (Foto: action medeor)

Es fehlt an allem

In den Flüchtlingslagern gibt es kaum Medikamente oder medizinisches Gerät. Auch kleinere, weniger schlimme Erkrankungen und Verletzungen können daher durch Nichtbehandlung bzw. zu späte Behandlung einen schlimmeren Verlauf nehmen.
Es werden dringend Basis-Medikamente gegen Schmerzen, Antibiotika sowie Medikamente gegen Durchfall  benötigt. Aber auch chronische Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes müssen behandelt werden.
Außerdem fehlt es an medizinischem Equipment wie Fieberthermometern, EKG-Geräten oder  Säuglingswaagen. Auch Güter des täglichen Bedarfs, Kleidung, Lebensmittel und Winterkleidung für Kinder und Erwachsene fehlen.

Lions helfen!

Um die Flüchtlingslager der Jesiden im Norden des Iraks mit dem Wichtigsten zu versorgen, unterstützen wir gemeinsam mit unseren bewährten Kooperationspartnern, dem Medikamenthilfswerk action medeor und der Bonner Hilfsorganisation Help die Lieferung von Medikamenten, Lebensmitteln und Winterpaketen.

Anhaltende Not der Vertriebenen im Nordirak

(06.05.2015) Immer noch fliehen tausende Menschen vor Gewalt und Terror in andere Teile ihres Heimatlandes, die meisten in die kurdischen Regionen im Norden.
Insgesamt sind nach Angaben der Vereinten Nationen derzeit 2,6 Millionen Menschen innerhalb des Irak auf der Flucht. Die Menschen flüchten nur mit dem was sie am Leibe tragen, besonders Frauen, Kinder und Ältere überleben den harten Weg häufig nicht. Viele verhungern und verdursten bevor sie in Sicherheit sind. 5,2 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Keine Sicherheit am Ziel

Die Lebenssituation der Flüchtlinge ist verheerend. Sie mussten fast alles zurücklassen und konnten nur das Wichtigste mitnehmen. Sie leben in provisorischen Unterkünften, die weder ausreichend sanitäre Anlagen bieten noch vor Kälte schützen. Den Menschen fehlt es an Nahrungsmitteln, gesundheitlicher Versorgung und Kleidung. Vor allem Kinder sind betroffen - nach aktuellen Schätzungen leiden 280.000 Kinder unter 5 Jahren und 668.000 Schulkinder unter den Konflikten.

Die Gebiete der Kurden gelten innerhalb des Iraks als relativ sicher. Viele Betroffene flüchten sich daher in die Region um die Städte Duhok, Zakho und Erbil. Derzeit wird von 250.000 Flüchtlingen allein in dieser Region ausgegangen. Nur wenige Hilfsorganisationen sind im Nordirak präsent.

Ihre Hilfe kommt an!

Dank Ihrer Spenden konnten mit unserer Partnerorganisation Help bereits umfangreiche humanitäre Hilfsmaßnahmen gefördert und umgesetzt werden. Insgesamt unterstützen die Lions die Irakhilfe von Help bisher mit rund 200.000 Euro.

Es fehlt den Vertriebenen nach wie vor an allem. Zwischen August und Dezember 2014 beteiligten sich die Lions mit rund 51.000 Euro an der Nahrungsmittelfhilfe. Etwas über 60 Euro kostet ein Lebensmittelpaket für eine Familie für einen Monat. Die Pakete enthalten u.a. Reis, Nudeln, Öl, Hülsenfrüchte und Tee. Zusätzlich wurden während des Winters acht Wochen lang täglich zwei warme Mahlzeiten an 1.000 Familien (5.000 Binnenvertriebene) in mobilen Suppenküchen ausgegeben.

Außerhalb der mittlerweile errichteten Flüchtlingscamps sind Nahrungsmittel für die Vertriebenen nach wie vor sehr knapp. Die Versorgung mit Lebensmittelpaketen ist weiterhin notwendig und dringend erforderlich. Erst kürzlich konnte das HDL dank Ihrer Spenden wieder Gelder für die Versorgung mit dem Notwendigsten an Help freigeben.

Im vergangenen Winter wurden neben warmen Mahlzeiten vor allem wintertaugliche Kleidung und wärmende Decken – vorzugsweise an Kinder – ausgegeben.

Der Winter ist in der bergigen Region hart und kalt. Besonders die Flüchtlingskinder leiden unter den tiefen Temperaturen. In Kooperation mit den Lions konnte sich Help sich in den Wintermonaten 1.750 vertriebenen Klein-, Vorschul- und Schulkindern annehmen, die in behelfsmäßigen Unterkünften ohne Heizung und warme Kleidung frieren mussten. Dank der Unterstützung der Lions mit rund 62.000 Euro konnte Help diese Kinder mit Jacken, Mänteln, Schuhen und Socken ausstatten und sie warm durch den harten irakischen Winter bringen.

Ungewisse Zukunft

Neben der Frage des Überlebens stellt sich auch die Frage nach der Zukunft der Kinder in den Regionen des Nordirak. Es ist immens wichtig, dass für die Flüchtlinge, aber auch für die Bevölkerung der Regionen die sie aufnehmen, das normale Leben, so gut es geht irgendwann weitergehen kann. So sind insgesamt 130.000 der Flüchtlinge in der Region Zakho untergekommen. Sie lebten zunächst in Schulen, Rohbauten oder kampierten gar im Freien. Alleine in Zakho kamen aber auch 40.000 Vertriebene in 78 Schulen unter. An einen Schulbesuch war lange nicht zu denken und die Schüler mussten monatelang auf jeden Unterricht verzichten.

Nahrungsmittel und Winterkleidung für die Menschen im Irak

(25.03.2015) Mit Nahrungsmitteln, Winterkleidung für Kinder und Möglichkeiten zur Erwerbsarbeit helfen die deutschen Lions im Irak.

Die Region Dohuk beherbergt zurzeit mehr als 185.000 Flüchtlinge. Da die Lage dort als stabil gilt, fliehen weiterhin Menschen dorthin. Sie benötigen vor allem Ernährungssicherheit, Hilfe bei der Unterbringung, Bildung und finanzielle Unterstützung.

Bei den so genannten Cash-For-Work-Aktivitäten werden temporäre Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen, um den Familien Einkünfte zu ermöglichen. Dabei werden Tätigkeiten beim Bau von Gewächshäusern, bei Nahrungsmittelverteilungen und Sanierungsarbeiten vergeben.
Darüber hinaus werden Nahrungsmittelpakete verteilt.

Im Winter hat unser Kooperationspartner Help e. V. warme Kinderkleidung an Kinder verteilt (siehe Bilder).

Helfen Sie den Menschen im Irak!

(17.12.2014) Können Sie sich vorstellen, was es für einen Menschen bedeutet, kein Dach über dem Kopf zu haben und von Lebensmittelverteilungen abhängig zu sein? Viele von uns vermögen das nicht. Doch im Irak ist genau das für Zehntausende Menschen Alltag. Auch wenn das Thema in den Nachrichten nicht mehr an oberster Stelle steht: Hier tobt ein grausamer Bürgerkrieg.

3,5 Millionen Menschen sind im ganzen Land auf der Flucht.

Lions unterstützen im Nordirak, wohin viele Menschen geflohen sind, mit Zelten, Nahrungsmitteln und dem Wiederaufbau von Schulen. Doch gerade jetzt im Winter benötigen die Menschen unsere Hilfe mehr als jemals zuvor. Nur mit der Hilfe der deutschen Lions kann die Nahrungsmittelverteilung an Zehntausende Flüchtlinge weitergehen, die unser Kooperationspartner Help – Hilfe zur Selbsthilfe dort gestartet hat.

Irak: Lebensmittelpakete und Obdach

(14.10.2014) Rund 14.000 Flüchtlinge werden in der Stadt Zakho (Region Dohuk) mit Lebensmitteln versorgt. Außerdem werden in Erbil Vertriebene in Zelten beherbergt.

Die Lions-Partnerorganisation Help Hilfe zur Selbsthilfe verteilt Lebensmittelpakete an die notleidenden Flüchtlingsfamilien. Die Pakete enthalten unter anderem Reis, Nudeln, Öl, Hülsenfrüchten und Tee. Ein Paket hilft einer fünfköpfigen Familie, sich einen Monat lang zu ernähren. Zusätzlich werden warme Mahlzeiten verteilt. Insgesamt 5.000 Binnenflüchtlinge sollen so über mobile Suppenküchen verpflegt werden. Zusätzlich sollen weitere Lebensmittelpakete bereitgestellt werden.

Im Oktober soll zudem die Sanierung von 25 Schulen im Distrikt Zakho beginnen, die als Notunterkünfte für Flüchtlinge dienten. Die humanitäre Situation im Nordirak ist katastrophal. Rund zwei Millionen Iraker leben bereits außerhalb ihres Heimatlandes und 2,7 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. In panischer Angst vor den Kämpfern des Islamischen Staats (IS) sind sie aus Talafar, Mossul und anderen Regionen in die von Kurden kontrollierte Region Dahuk an der Grenze zur Türkei geflohen.

In der Provinzhauptstadt Dohuk campieren die mittellosen Familien zumeist im Freien in Parks, Rohbauten oder am Straßenrand. Die schlechten hygienischen Bedingungen begünstigen die Ausbreitung von Infektionskrankheiten,
insbesondere bei Kindern und alten Menschen, die durch die Flucht geschwächt sind.