Lions-Hilfe Haiti-Shelterbau geht voran

Viele Haitianer leben noch immer in provisorischen Zelten

Mehr als ein halbes Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti sind noch immer über eine Million Menschen obdachlos. Sie leben unter extrem schwierigen Bedingungen in den provisorischen Camps, die seit dem Beben das Bild in den betroffenen Regionen prägen. Dicht drängen sich hier die Zelte aneinander. Manche sind noch einigermaßen stabil, andere wurden bereits vom heftigen Regen zerfetzt oder bestehen ohnehin nur aus einer Plastikplane und ein paar Stöcken. Dringend brauchen die Menschen in Haiti feste Übergangshäuser (Shelter), die sie vor Regen, Hurrikans und Krankheiten schützen. Hier engagieren sich die deutschen Lions mit einem Teil der großzügigen Spenden.

Der Shelterbau wird in Kooperation mit der Lions Clubs International Foundation (LCIF) durchgeführt. Vor Ort koordiniert unser bewährter Partner Help e. V. die Hilfsmaßnahmen. „Wir haben die nötige Ausdauer und viel Erfahrung in der Bewältigung extremer Katastrophen“, sagt Karin Settele, Geschäftsführerin von Help.

Wie in den Medien ausführlich berichtet wurde, stellt das immense Ausmaß der Zerstörung, die lahmgelegte Infrastruktur und die zähe haitianische Verwaltung eine große Herausforderung für alle internationalen Hilfsorganisationen dar, so dass die Hilfe nicht immer so schnell umgesetzt werden kann, wie es notwendig wäre. „Die logistischen Probleme überwiegen in diesen Tagen: Für jede Einfuhr brauchen wir Wochen, Landrechtsprobleme sind hier an der Tagesordnung. Das hemmt die Hilfsmaßnahmen ungemein“, berichtet Thomas Rottland, Help-Koordinator für Haiti nach seiner Rückkehr aus dem Land.

Planung der Unterkünfte abgeschlossen

Help-Mitarbeiter und Haitianer bei den Bauarbeiten

Dennoch sind die Vorbereitungen für das Bauprojekt mit Hochdruck weitergegangen. Inzwischen konnte die Planung der Unterkünfte und die logistische Vorbereitung abgeschlossen werden. Dabei wurde besonders auf die spezifischen Bedürfnisse der Bevölkerung und auf Stabilität geachtet. Um den Bau der Übergangshäuser zu beschleunigen, wurde eine Produktionsstätte initiiert, an der Einzelteile für die Übergangshäuser vorgefertigt werden. Eine passende Lagerhalle dafür ist bereits angemietet. Außerdem liegt ein Konzept für die Integration der lokalen Bevölkerung in den Hausbau vor. In den nächsten Wochen werden die Arbeiter geschult. Auf diese Weise können sich die Haitianer aktiv am Hausbau beteiligen – ein psychologisch wichtiger Faktor – und zudem ihr Einkommen aufbessern.

Bau von Sheltern in Canapé Vert begonnen

Neben dem Shelterbau in Darbonne unterstützen die Lions auch in dem ebenfalls stark zerstörten Stadtteil Canapé Vert in Port-au-Prince den Bau von 50 Unterkünften. Da das Gelände einer christlichen Gemeinde gehört, sind hier die sonst oft schwierigen Bodenbesitzrechte geklärt. Die bedürftigsten Familien erhalten jetzt ein Übergangshaus. Das Material hierfür konnte zeitnah lokal organisiert werden, so dass der Bau bereits starten konnte. Da die Bewertung der bisherigen Wohnhäuser gezeigt hat, dass es finanziell vertretbar ist, einige der Häuser zu reparieren, erhalten zehn Familien die Möglichkeit, ihr altes Haus unter fachlicher Begleitung wieder aufzubauen.

Die Menschen in Haiti brauchen weiterhin unsere Hilfe!

Helfen auch Sie!

Mit 1.200 Euro schenken Sie einer Familie ein neues Zuhause und einen Neuanfang!

Spendenkonto:
Hilfswerk der Deutschen Lions e. V.
Frankfurter Volksbank eG
BLZ: 501 900 00
Konto: 300 500
Stichwort: Haiti-Shelter

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