Häuser in Haiti beispielhaft

UN-HABITAT lobt die Unterkünfte im Lions-Bauprojekt

Nach wie vor gilt es, in Haiti vorrangig zwei Ziele zu erreichen: Die Cholera einzudämmen und permanente Unterkünfte für die Bevölkerung zu schaffen. Mit 100 mobilen Wasserfilteranlagen „Paul“ (Portable aqua unit for lifesaving) und dem Bau von 1000 Häusern setzen sich die deutschen Lions in Kooperation mit Help e.V. und der internationalen Lions-Stiftung LCIF genau dafür ein.

Nachhaltige Konstruktion

Bei einer Inspektion im Lions-Projekt lobten Ingenieure von UN-HABITAT die Häuser. Die Mitarbeiter des Wohn- und Siedlungsprogramms der Vereinten Nationen betonten, dass sich die erdbeben- und hurrikansicheren Häuser in Qualität und Ausführung deutlich von den Standards abheben. Die Häuser seien zumal besser als das, was viele Haitianer vor dem Erdbeben bewohnten.

Statt wie bisher die Unterkünfte als Shelter zu bezeichnen, regten die UN-Mitarbeiter an, von „permanenten Holzhäusern“ zu sprechen. Ein stabiles Betonfundament und ein Anstrich mit langlebigem Lack machen eine Lebensdauer der Häuser von bis zu 20 Jahren möglich. Auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis hoben die Ingenieure hervor. Nun sollen die Häuser anderen NGOs (Nichtregierungsorganisationen) als positives Beispiel vorgestellt werden.

Für Help zeigt sich hier, dass es sich gelohnt hat, genügend Zeit in eine durchdachte und nachhaltige Konstruktion zu investieren. „Die UN-Mitarbeiter bestätigten uns, dass die Haitianer viele Jahre in den Häusern leben werden“, sagt Gregor Werth, Projektleiter von Help. „Für uns ist das ein Ansporn, die Häuser noch weiter zu verbessern, damit die Bewohner möglichst angenehm darin leben können.“

Projektmitarbeiter äußerst engagiert

Zum Beispiel wird inzwischen jedes Haus mit einer Innenwand versehen, so dass zwei getrennte Räume entstehen. Daneben wurden auch die Arbeiten an der Produktionsstraße, an der komplette Bauelemente vorgefertigt werden, optimiert. So haben die 22 einheimischen Arbeiter neue, bessere Werkbänke gebaut und können durch gezielte Trainings ihre Fähigkeiten noch produktiver einsetzen. Die Mitarbeiter sind äußert engagiert und motiviert, das Bauprojekt voranzubringen. Auf Wunsch aller wurde sogar der Samstag als weiterer Arbeitstag hinzugenommen. Die Arbeitsabläufe sind gut strukturiert, jeder ist für eine klare Aufgabe zuständig. So stellen einige Arbeiter die Fensterelemente oder Türen her, andere sind für die Dachkonstruktionen zuständig und drei Gruppen bauen die großen Rahmen der Vorder-, Rück- und Seitenteile zusammen. Jeder Arbeiter wird in allen Tätigkeiten geschult und kann somit jederzeit in anderen Teams mitarbeiten. Damit keine Monotonie in der Herstellung aufkommt, wird außerdem derzeit ein Rotationssystem entwickelt. Im Hinblick auf die Cholera ist die Produktionsstraße mit ausreichend Toiletten und Duschen ausgestattet und die Arbeiter erhielten eine Hygieneschulung.

Spendenkonto:
Hilfswerk der Deutschen Lions e. V.
Frankfurter Volksbank eG
Bankleitzahl: 501 900 00; Konto: 300 500
Stichwort: Haiti Hausbau

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