Corona-Hilfe: Lions und Leos helfen deutschlandweit

Die Corona-Pandemie beherrscht unseren Alltag. Lions helfen gemeinsam mit Partnern vor Ort und nutzen ihr Netwerk für Gutes. Wir helfen und unterstützen und berichten über die vielfältigen Hilfsaktionen, die wir gemeinsam fördern.

Kooperation mit Stiftunglife zur Rettung von Tafeln in Deutschland

Hilfe durch medizinische Bedarfsmittel durch Zuschuss gefördert

Kooperation mit Stiftunglife zur Rettung von Tafeln in Deutschland

Die Ausbreitung des Corona-Virus wurde schnell auch für die Tafeln in Deutschland zur Herausforderung und führt zu immer mehr Tafel-Schließungen im ganzen Land. Um die 1,6 Millionen bedürftigen Tafel-Nutzerinnen und -Nutzer jetzt nicht alleine zu lassen, ging jetzt die jahrelange und außerordentlich erfolgreiche Zusammenarbeit von Stiftunglife mit den Lions (bekannt von den Tafel-Fahrzeugen) zur Unterstützung deutscher Tafeln nun in eine zweite Runde.

Große Solidarität spürbar

„Die Corona Krise hat auch etwas Gutes: in unserer Gesellschaft ist wieder mehr Solidarität zu spüren. Das merken wir in vielen wunderbaren, oft spontanen Aktionen. Wir haben versprochen, in Coronazeiten 33 gute Taten zu unterstützen. Dabei haben wir auch an die Tafel in Deutschland gedacht.“ schrieb uns Jürgen Gessner von Stiftunglife.

Eine Woche vor Ostern ging das Angebot an alle Lions Clubs, dass Stiftunglife den Tafeln 1.000 Euro Unterstützung anbietet, die trotz Corona-Krise geöffnet, oder einen alternativen Lieferdienst organisiert haben. Das funktioniert so: spendet ein Lions-Club seiner örtlichen Tafel 1.000.- Euro, gibt die Stiftunglife 1.000.- Euro dazu.

Über 70 Tafeln von örtlichen Lions Clubs
und Stiftunglife unterstützt

Wolfgang Weinisch und Roland Schütz, vom Lions Club München Solln, haben die "kommunikative Abwicklung" für dieses Projekt übernommen und schickten nun einen Zwischenbericht: „Das Angebot schlug wie eine Bombe ein. […] Es haben sich 140 Tafeln und 101 Lions-Clubs für die Aktion "beworben". Mittlerweile haben bereits über siebzig Tafeln je tausend Euro von der Stiftunglife bekommen plus den gleichen Betrag von den örtlichen Lions Clubs. Es ist davon auszugehen, dass noch einige Tafeln dazu kommen werden. Wir freuen uns über die vielen Dankesbekundungen mit viel Lob für die extrem schnelle Hilfe. Vielen Dank auch an Dörte in Celle für die gute Zusammenarbeit!“ schrieb uns Wolfgang Weinisch.

"Ein großes Dankeschön für den wunderbaren Einsatz!"

„Wolfgang koordiniert mit der Hilfe von Roland die bundesweite Zusammenarbeit mit  Lions Clubs - Dörte prüft, bucht und zahlt die Gelder an die Tafeln aus. Dörte sitzt im Büro von Gessner und Raap in Celle - Wolfgang arbeitet im Homeoffice Gräfelfing. Trotz 600 km Entfernung wirken die beiden in diesen Tagen eng zusammen, wie nie zuvor: gemeinsam steuern sie unsere aktuelle Hilfsaktion für die Tafeln, die auch in diesen schwierigen Zeiten bedürftigen Menschen helfen. Stand heute 75.000 Euro + den gleichen Betrag von den örtlichen Lions Clubs. Damit wurden insgesamt in den letzten drei Wochen mehr als 150.000 Euro für diese Unterstützung aktiviert. Ein großes Dankeschön an das Team für diesen wunderbaren Einsatz!“, schloss Jürgen Gessner seinen Zwischenbericht ab.

Wir schließen uns dem Dank an die Helfer -  einschließlich aller Clubs -  die sich so und anders für die Tafeln einsetzen, an!

 

Foto: Tafel Deutschland e.V., Nikolaus Urban

Medizinische Bedarfsmittel durch Zuschuss gefördert

Lions helfen auch denen, die medizinische Hilfe leisten und damit denen, die selbst erkrankt und auf medizinische Hilfe angewiesen sind. Mit einem großen Zuschuss, den die deutschen Lions von der internationalen Lions-Stiftung erhielten, wird das Engagement nun finanziell unterstützt.

Unterstützung von medizinischem Personal mit FFP2-Schutzmasken und Schutzkleidung

Derzeit verstärken Lions ihre Hilfe vielerorts mit der Verteilung der dringend benötigten FFP2-Schutzmasken für medizinisches Personal und Pflegehelfer, aber auch von Desinfektionsmittel, weiterer Schutzkleidung, wie Handschuhen, Kitteln usw. bis hin zur Anschaffung von dringend benötigten zusätzlichen Pflegebetten. Dabei werden vor allem Kliniken, Pflege- und Altenheime bedacht, teilweise aber auch Einzelpersonen die der Risikogruppe angehören.

Bewährtes Vorgehen: Lions nutzen ihr Netzwerk für Gutes

Die Lions in SN, die unter lions-gegen-corona.de eigens eine Website für Hilfsgesuche und Anfragen eingerichtet haben erreichte zum Beispiel das Hilfegesuch eines Patienten, welcher nach einem langen Krankheitsweg die für ihn rettende Lungentransplantation im letzten Moment erhalten konnte. Nachdem ihm im Dezember letzten Jahres mit der neuen Lunge ein neues Leben geschenkt wurde, ist das Corona-Virus nun eine besonders große Bedrohung. Für ihn reichen die herkömmlichen Einwegmasken oder selbstgenähte Masken nicht aus, da diese für den Fremdschutz, aber nicht zum Eigenschutz dienen. Doch er konnte nirgends die für ihn so wichtigen FFP2-Masken erwerben. Die Lions konnten dem Patienten schnell und unbürokratisch helfen. Es sind Geschichten wie diese, die Mut machen und es gibt sie in vielfältiger Form. Der Dank gilt allen Lions, die sich mit so viel persönlichem Engagement, Ideen und Initiative einbringen. Wir helfen!

Gemeinsamer Antrag im MD 111 – Zuschuss von über 200.000 Euro

Die Lions Clubs International Foundation (LCIF) hatte auf die globale Herausforderung für die Gesundheitssysteme reagiert und Notfallzuschüsse, sogenannte „Corona Emergency Grants“,  ins Leben gerufen. Bei den Zuschüssen geht es vor allem um die akuten Bedürfnisse im lokalen medizinischen Notfallmanagementsystem, in besonders schwer betroffenen Regionen. Inzwischen hat LCIF weltweit 121 Grants mit einem Volumen von insgesamt über 2,5 Millionen US-Dollar gewährt. Davon gingen 220.000 US-Dollar – umgerechnet über 200.000 Euro – an den MD 111 – Deutschland.

Ursprünglich waren die Anträge einzelner Distrikte auf 10.000 US-Dollar pro Distrikt ausgelegt. Doch aufgrund der großen Nachfrage hatte der MD 111 seine Anträge über die Stiftung der Deutschen Lions zu einem Gesamtzuschussantrag kumuliert und innerhalb kürzester Zeit die Bewilligung aus den USA erhalten.

Danke an alle weltweiten Spender und an LCIF!

Unterstützen auch Sie unsere weltweiten Hilfsprojekte!

Diabetes - Lions tragen Verantwortung

Diabetes ist als neues weltweites Projekt für das neue Lions-Jahrhundert (ab Juli 2018) in die zentralen Service-Programme von Lions Clubs International (LCI) aufgenommen worden, um dieser globalen Epidemie aktiv lindernd und vorbeugend zu begegnen. In Deutschland ist die Neuerkrankungsrate eine der höchsten in Europa: Durch eine Verdoppelung der Erkrankten seit nur 20 Jahren, sind nun ca. 10 % der Bevölkerung betroffen.
Menschen mit Diabetes: Kennen Sie einen? Sagen Sie´s einem!
Diese Frage wird von einer großen Mehrheit der Deutschen inzwischen mit „Ja“ beantwortet. Sicher kennt auch jede/r Lionsfreund/in jemanden oder jemanden, der jemanden kennt. Aber kennen Sie sich auch mit dem Thema aus? Das Thema Diabetes bekannt und bewusst zu machen, Neuerkrankungen zu verhindern, Lebensqualität zu erhalten und das gesundheitliche Risiko zu minimieren ist ein wichtiges Ziel der deutschen Lions-Kampagne zu Diabestes. Und wer alle Informationen hat (und weitergibt), gewinnt!

Werden Sie aktiv!

Aktiv leben und gesunde Ernährung ist das A und O für die Diabetes-Prävention. Werden Sie aktiv und bewegen Sie sich selbt und Andere. Wir werden Ihnen laufend ganz konkrete Projektideen für Ihren Club vorstellen. Dazu bekommen Sie alle Informationen zu den Zuschussmöglichkeiten durch die Lions Clubs International Foundation. LCIF stellt Mittel für die globale Kampagne zur Verfügung, z.B. zur Übersetzung von Info-Materialien für Migranten u.v.m. Sobald wir mehr wissen, wissen Sie mehr!

Sind Sie schon aktiv?

Es gibt viele Möglichkeiten, Betroffenen zu helfen bzw. vorzubeugen, gerade auch durch frühzeitige Information zu gesunder Ernährung. Eines der weltweit größten Themen der Lions, der Kampf gegen vermeidbare Blindheit steht in engem Zusammenhang mit Diabetes. Diabetische Retinopathie ist eine der Hauptursachen für Blindheit bei Erwachsenen in Industrienationen...und Teil fast aller SightFirst-Projekte der Lions! Ob Sie lokale Vorträge organisieren, eine Selbsthilfegruppe unterstützen, Kochabende für gesunde Ernährung oder einen Lauftreff organisieren...erzählen Sie es weiter!
Auf Multidistrikt-Ebene hat sich eine Arbeitsgruppe formiert, die das Thema Diabetes in die Clubs bringen will. Bewusstsein schaffen, Prävention verbessern und HIlfe leisten sind die Ziele.

Gestartet ist das Thema Diabetes bei Lions mit ersten Veröffentlichungen im Mitgliedermagazin LION. Im November und Januar 2017 und im März 2018 wird die  Fachartikel-Serie mit drei Teilen zu "Diabetes und Low-Carb-Ernährung" von Prof. Dr. Helene von Bibra (LC Pullach) veröffentlicht.

In Kürze mehr Informationen!

Bei Fragen rund um die Unterstützung Ihrer Diabetes-Projekte und zur Veröffentlichungen von Best-Practice-Activitys kontaktieren Sie uns gerne! info(at)lions-hilfswerk.de

Friedensdorf International in Oberhausen

Hilfe für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten

Das größte Projekt, das die deutschen Lions in den Jahren 2000 bis 2005 gemeinsam realisiert haben, war der Neubau von vier Wohnhäusern für Kinder im Friedensdorf in Oberhausen. Dort werden bereits seit der Gründung von Friedensdorf International im Jahre 1967 verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten aufgenommen. In ihrer Heimat können sie nicht oder nur unzureichend behandelt werden.

In Deutschland aber haben sie eine Chance auf Heilung. Hier erhalten sie geeignete Behandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen, bevor sie wieder in ihre Heimat zurückkehren.

Lesen Sie mehr über die Hilfe der deutschen Lions im Friedensdorf International

Hilfe gegen Erblindung in Deutschland: Lions-Hornhautbanken

Um möglichst vielen Menschen in Deutschland bei dem Erhalt der Sehkraft helfen zu können und um die Wartezeit auf eine Spenderhornhaut zu verkürzen, fördern und unterstützen die Lions über das Hilfswerk der Deutschen Lions (HDL) den Aufbau und die Arbeit von Augen-Hornhautbanken. Lesen Sie mehr über dieLions-Hornhautbanken

Refugee Guide

Lions unterstützen praktische Orientierungshilfe für Flüchtlinge

Im Rahmen der Flüchtlingshilfe haben Lions die Broschüre Refugee Guide mit einer Gesamtauflage von 76.500 Exemplaren und in 14 verschiedenen Sprachen gedruckt. Die Verteilung startete Mitte März 2016.

Was ist der Refugee Guide?

Viele Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen und deren Asylstatus zunächst ungeklärt ist, müssen sich zunächst allein zurechtfinden. Auskünfte aus dem Internet oder die Beratung durch freiwillige Helfer und Engagierte in den Erstunterkünften sind oft die einzigen Informationsquellen zum Thema: Wie funktioniert Deutschland eigentlich?

Die Broschüren mit Lions-Logo auf der Titelseite, hier als Beispiel in Deutsch und Arabisch. Mit Klick auf das Bild öffnet sich eine Datei zur Ansicht der deutschen Ausgabe!

Praktische Orientierungshilfe in der Muttersprache

Da dieser direkte Austausch nicht selten durch Sprachbarrieren erschwert wird, haben Lions sich im Rahmen ihrer bundesweiten Flüchtlingshilfe für die Bereitstellung eines praktischen Willkommenshelfers in Papierform entschieden: Den Refugee Guide. Die 16-seitige Broschüre im DIN A 5 Format gibt in insegsamt 16 Sprachen der Herkunftsländer praktische Tipps zum Alltag in Deutschland und kann damit aktiv dazu beitragen, Missverständnissen im Miteinander vorzubeugen.

Refugee Guide (DE/PDF)

weitere Sprachen finden Sie unter www.refugeeguide.de

Ideengeber und Initiator ist der Hamburger Michael Strautmann, der an der Uni Hamburg und am GIGA-Institut in Hamburg zu internationaler Zusammenarbeit forscht. Die Idee und der erste Entwurf des praktischen Ersthelfers wurde in den sozialen Medien veröffentlicht und fand schnell zahlreiche ehrenamtliche Helfer und Unterstützer, darunter viele Fachleute, Übersetzer/innen, Lektor/inn/en und ehrenamtlich Mitarbeitende mit den unterschiedlichsten kulturellen und geografischen Hintergründen.

Viele begeisterte Rückmeldungen und der große Erfolg, geben der Idee recht. Rund 350.000 Broschüren wurden seitdem von Druckereien, Agenturen und Verlagen wie dem Klett Verlag oder der Bundeszentrale für politische Bildung zur Verfügung gestellt. Die Nachfrage nach den gedruckten Broschüren ist nach wie vor groß.

Gute Erfahrungen in der Praxis

Diejenigen die bereits praktische Erfahrungen mit dem Refugee Guide gesammelt haben, loben vor allem die vielseitige praktische Anwendbarkeit und die Tatsache, dass man hiermit den Leuten etwas im wahrsten Wortsinne an die Hand geben kann.

Die Broschüren werden in Erstaufnahmeeinrichtungen ausgelegt, aber auch als Anschauungsmaterial im Fremdsprachenunterricht von freiwilligen Lehrkräften genutzt. Und schon ist man mitten im Gespräch über Deutschland und die Deutschen, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede!

Lions setzen sich ein!

Anfang März wurden die, vorab von der ehrenamtlichen Arbeitsgruppe Integration bundesweit gesammelten Bestellungen verschickt und werden im Anschluss von Lions, die sich in Ihren Regionen und Gemeinden lokal in der Flüchtlingshilfe engagieren, weiterverteilt.

Die gedruckten Exemplare sind vergriffen. Es besteht die Möglichkeit sich die Version mit Lions-Logo auf dem Titelblatt in Eigenregie zu drucken. Das HDL stellt die Druckvorlage in insgesamt 14 Sprachen zur Verfügung (Download auf lions.de).
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an das HDL!

Lions unterstützen Tafeln und Hospize

In Deutschland unterstützen Lions Clubs auch Tafeln und Hospize. So beteiligen sie sich zum Beispiel bei der Finanzierung von Kühlfahrzeugen für die über 800 Tafeln in Deutschland.

Die Tafeln sind gemeinnützige Organisationen, die bedürftige Menschen kostenlos oder zu einem geringen Betrag mit Lebensmitteln versorgen, die sonst weggeworfen würden. Die Kühlfahrzeuge machen den Transport verderblicher Lebensmittel sicherer und gewährleisten damit eine bessere Versorgung der Bedürftigen. Für die Finanzierung solcher und ähnlicher Projekte können die Lions Zuschüsse aus der jeweiligen Solidarkasse ihres Distrikts (Distrikt-Verfügungsfonds, DVF) beantragen. Deutschlandweit konnten über Lions bisher rund 130 Transporter mit Zuschüssen aus den DVF finanziert werden. Zudem fördern die Lions die Hospizarbeit, um zu einer menschenwürdigen Begleitung von Sterbenden in einer angenehmen Umgebung beizutragen. Fast 50 Projekte haben die Lions in der Hospizarbeit schon mit Zuschüssen aus den DVF realisieren können. So wurden unter anderem Patientenzimmer und Snoezelräume ausgestattet. Snoezelräume sind mit verschiedenen Sinnesmaterialien eingerichtete Räume, die mit Farben, Düften und Lichtspielen verschiedene Wahrnehmungen anregen und gleichzeitig zur Entspannung beitragen.

Nähere Informationen zu den DVF und zu weiteren Zuschussprogrammen, die über das HDL bearbeitet werden, finden Sie unter Zuschussprogramme.