Friedensdorf dankt Lions für überwältigende Hilfe

(21. April 2020) Seit Anfang der Krise gingen in vielen Organisationen die Spenden zurück. Wenn dieser Abwärtstrend nicht gestoppt wird, bedeutet das eine Gefahr für viele Hilfsprojekte im In- und Ausland. Die derzeit dramatische wirtschaftliche Entwicklung wird sich kurzfristig kaum ins positive wenden. Das hat starke negative Auswirkungen auf die weitere Spendenentwicklung, nicht nur beim Friedensdorf.

Reaktionen waren überwältigend

Lions und Leo-Clubs haben spontan geholfen. Die schnelle Reaktion auf die Newsletter der Distrikte und den Spendenaufruf des Multi-Distriktes war überwältigend. Lions-Projektleiter Wolfgang Mertens sagt dazu: „Ich bin mittlerweile zuversichtlich, dass wir das Tal der Tränen gar nicht erst durchschreiten müssen.“ Die  inhaltliche Arbeit des Friedensdorfes – Kinder holen und zurückbringen, kostenfreie Plätze in Krankenhäusern finden – werde sich aber dramatisch verändern. „Wir hoffen, dass wir hier nur von einer Pause reden und nicht vom kompletten Zusammenbruch. Wir benötigen jetzt Geld, damit wir mittel- und langfristig Planungssicherheit behalten“, so Wolfgang Mertens.

Das Friedensdorf ist dankbar für die weiterhin breite Solidarität der Löwen. „Ich bin zu 100 Prozent Friedensdörfler! Ich bin aber auch seit vielen Jahre Lions-Mitglied und habe großen Respekt und Hochachtung vor den unzähligen guten Projekten der Clubs für Bedürftige. Die darf man selbstverständlich auch in der Pandemie-Krise nicht vergessen." sagte Wolfgang Mertens dem LION in der aktuellen Ausgabe.

Bis Mitte April sind rund 400.000 Euro Spenden für das Friedensdorf eingegangen. Allen Spendern gilt unser herzlichster Dank!

Lions und Friedensdorf International – Solidarität in der Corona Krise

(März 2020) Seit über 50 Jahren hilft das Friedensdorf International verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten durch medizinische Behandlungen in Europa. Diese Hilfe ist nur möglich, weil das Friedensdorf von vielen Menschen, unterstützt wird, denn die Arbeit finanziert sich vollständig aus Spenden. Wir Lions fühlen uns als langjähriger Partner dem Friedensdorf sehr verbunden. Nun erreichte die Lions ein Hilferuf des Friedensdorf International.  

Durch Corona brechen Spenden ein

Das Friedensdorf beschreibt in einem Brief die aktuelle Situation als besonders ernst: „Die Corona Pandemie bedroht uns existenziell. Die Hilfe für die Kinder im Friedensdorf ist ausschließlich abhängig von privaten Zuwendungen und Spenden. Doch die Spenden brechen derzeit ein.“, so Wolfgang Mertens, stellvertretender Leiter des Friedensdorf, Lions-Mitglied und Ansprechpartner für die Lions-Kooperation.
„Alle kleinen Patienten im Friedensdorf sind gesundheitlich vorgeschädigt und müssen besonders geschützt werden. Die Kinder aus Afghanistan, Angola, Zentralasien und vielen anderen Kriegs- und Krisengebieten haben kein soziales Netz, das sie auffängt, keine Versicherung, keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung."

Aktuell können die über 160 vom Friedensdorf betreuten Kinder aufgrund der Corona Pandemie in absehbarer Zeit nicht nach Hause. Des Weiteren sind die nächsten Hilfsaktionen im Jahr 2020 erst einmal abgesagt. Eine Katastrophe für viele Kinder, die dringend medizinische Hilfe benötigen. Wenn die Spenden weiter einbrechen, drohen dramatische Konsequenzen. „Wir hoffen auf eine breite Solidarität der Löwen, die schon einmal Friedensdorf-Geschichte geschrieben haben.“ appelliert Mertens.

Foto: Friedensdorf International

Um die wichtige Arbeit des Friedensdorfs zu erhalten, können auch Sie mit Ihrer Spende helfen.

Bitte spenden Sie:

Spendenkonto:

Stiftung der Deutschen Lions
Frankfurter Volksbank
IBAN: DE40 5019 0000 0000 4005 05
BIC: FFVBDEFF
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Vierter LCIF Zuschuss in 2012 bewilligt

Erfolgreiches langjähriges Lions-Engagement

Seit 1967 arbeitet FRIEDENSDORF INTERNATIONAL in Oberhausen als Kinderhilfs-Organisation in Kriegs- und Krisengebieten. Minenopfer und kranke Kinder, die in ihren Heimatländern nicht ausreichend medizinisch versorgt werden können und oft keine reelle Überlebenschance haben, werden nach Deutschland ausgeflogen. Nach Abschluss der Behandlung und Rehabilitation im FRIEDENSDORF können jährlich ca. 1.000 Kinder in ihre Heimatländer zurückkehren.

Großzügige Spenden anlässlich der deutschen Jubiläums-Activity (50 Jahre deutsche Lions Clubs) ermöglichten in den Jahren 2002-2005 für die Kinder den Bau von 4 neuen Häusern. 2012 wurde nun der 4. LCIF-Zuschuss bewilligt. Die Eigenmittel dafür haben einige nach wie vor sehr engagierte deutsche Lions-Freunde und Clubs aufgebracht. Damit konnten das in die Jahre gekommene therapeutische Bewegungsbecken, die kleine Sporthalle, die Heizzentrale für das ganze Reha-Gebäude sowie der Spiel- und Sportplatz für die Kinder erneuert werden.

Hilfe für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten

Das größte Projekt, das die deutschen Lions in den Jahren 2000 bis 2005 gemeinsam realisiert haben, war der Neubau von vier Wohnhäusern für Kinder im Friedensdorf in Oberhausen. Dort werden bereits seit der Gründung von Friedensdorf International im Jahre 1967 verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten aufgenommen. In ihrer Heimat können sie nicht oder nur unzureichend behandelt werden. In Deutschland aber haben sie eine Chance auf Heilung. Hier erhalten sie geeignete Behandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen, bevor sie wieder in ihre Heimat zurückkehren.

Durch japanische Lions-Freunde erfuhren die deutschen Lions, dass die Unterkünfte des Friedensdorfes dringend saniert werden mussten. Anlässlich des Jubiläums 50 Jahre Lions in Deutschland (2002) sammelten deutsche Lions die stolze Summe von rund 1,5 Millionen Euro. Zusätzlich gefördert wurde das Projekt durch Zuschüsse von Lions Clubs International Foundation (LCIF). So kamen über 1,7 Millionen Euro zusammen, mit denen zusätzlich zu den Neubauten auch die Heizungsanlage und die Küche modernisiert werden konnte. Einige Lions-Freunde und Clubs engagieren sich nach wie vor im und für das Friedensdorf.

Aktuell bittet das Friedensdorf um Unterstützung zur Finanzierung von Hilfsflügen, um Kinder aus Kriegs- und Krisengebiete auszufliegen und zur Behandlung nach Deutschland zu bringen. Auch zum Aufbau von Gesundheits- und Reha-Stationen in den Krisengebieten werden noch Spenden benötigt. Dadurch können die Kinder nach der Rückkehr in ihre Heimat weiterhin zuverlässig betreut werden.