Stiftungder Deutschen Lions

Lichtblicke - SightFirst

SightFirst ist eine internationale Langzeitactivity der Lions zur Bekämpfung von vermeidbarer Blindheit. Dank der gemeinsamen Bemühungen der im Verbund VISION 2020 zusammengeschlossenen Organisationen, wie z. B. Weltgesundheitsorganisation WHO, Christoffel-Blindenmission (CBM), Lions Clubs International Foundation (LCIF) konnte der Anstieg der Anzahl blinder Menschen deutlich abgeschwächt werden.

SightFirst zielt weltweit auf eine Verbesserung der augenmedizinischen Versorgung, Rehabilitationsmaßnahmen und die Schaffung inklusiver Bildungseinrichtungen für blinde, seh- und mehrfachbehinderte Menschen. Lions ermöglichen damit tausenden von Betroffenen eine bessere und  hoffnungsvollere Zukunft.

Lichtblicke-Kooperationsprojekte beim RTL-Spendenmarathon:

Seit 2011 realisieren die deutschen Lions mit „Lichtblicke für Kinder“ jedes Jahr große SightFirst-Projekte, die den Bau von Augenkliniken, die Ausbildung von Fachpersonal aber auch die Schaffung von Reha- und Bildungseinrichtungen umfassen.

Aus einem Euro können drei werden

Erstmalig konnten Lions im Jahr 2011 und seitdem jedes Jahr eines der großen „Lichtblicke“-Projekt zugunsten blinder und sehbehinderter Kinder in der Charity-Sendung „RTL-Spendenmarathon“   vorstellen.

Bis zu 500.000 Euro der Spenden, die Lions als Eigenanteil zusammenbringen, werden von „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“ verdoppelt und können mit weiteren Zuschüssen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf 1,5 Millionen Euro verdreifacht werden.

Lions-Engagement auf Sendung:

In der Live-Sendung werden die Spenden der Lions von der oder dem jeweiligen Governorratsvorsitzende/n der deutschen Lions in Form eines symbolischen Schecks überreicht. In jedem Jahr unterstützt ein prominenter Projektpate oder -patin das Vorhaben und zeigt in der Sendung, die über die gesamte Sendezeit rund 15 Millionen Zuschauer erreicht, einen kurzen Dokumentarbeitrag über die im Vorfeld durchgeführte Reise in das Projektland.

Lesen Sie hier mehr zu allen Lichtblicke-Projekten auf dem afrikanischen Kontinent (seit 2012). Unter den einzelnen Links unten finden Sie detaillierte Informationen zu den bisherigen und aktuellen  Projekten "Lichtblicke für Kinder", die am RTL-Spendenmarathon teilgenommen haben.

Der Lions-Scheck in der Live-Sendung zeigt den großen Einsatz - hier 2017 mit GRV Christiane Lafeld, Projektpatin Mirja Boes und Spendenmarathon-Moderator Wolfram Kons.

Lichtblicke für Kinder in Afrika

2019 - Tansania

In Mwanza, am Viktoriasee im Norden Tansanias wird eine Kinderaugenklinik gebaut, in der Kinder aus einem riesigen Einzugsgebiet bald Hilfe bei der Diagnose, Behandlung und Rehabilitation von Augenerkrankungen finden. In Mwanza und an einem weiteren Standort in der Hauptstadt Dodoma werden die vorhandenen (personellen und infrastrukturellen) Kapazitäten gestärkt, mit dem Ziel, zukünftig größere Patientenzahlen in verbesserter Qualität versorgen zu können. Beide Standorte werden zu Referenzhäusern für ein Erfassungssystem, das zukünftig mit frühzeitiger Diagnose die optimale Hilfe für jedes betroffene Kind sicherstellen wird. Neu in diesem Lichtblicke-Projekt sind WaSH-Initiativen: Mit der Wissensvermittlung an Schulen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen wird die allgemeine Wichtigkeit von Hygiene für die Gesundheit und speziell zur Vermeidung infektiöser Augenerkrankungen vermittelt. WaSH steht für Wasserversorgung, Sanitäreinrichtungen und Hygiene.

Mehr Informationen zu Lichtblicke für Kinder in Tansania finden Sie hier!

2018 - Kamerun

Ausgehend von der Bezirkshauptstadt Kumba in der bevölkerungsreichsten Region des anglophonen Kameruns, werden bestehende Stationen und Ambulanzen ausgebaut und ausgestattet sowie Fachpersonal weitergebildet. Durch Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung wird die Vorsorge verbessert und die neuen Anlaufstellen bekannt gemacht. Bisher können in der Region selbst Erwachsene nur unter schlechten Bedingungen behandelt und operiert werden, betroffene Kinder finden kaum medizinische Hilfe.
Die Maßnahmen werden in enger Partnerschaft mit der Christoffel-Blindenmission (CBM) und ihrer fachlichen Expertise umgesetzt. In Kooperation mit der „Stiftung RTL“, werden die beim HDL eingegangen Spenden mit bis zu 500.000 Euro verdoppelt.

Mehr Informationen zu Lichtblicke für Kinder in Kamerun 2018

2017 - Sierra Leone

In Sierra Leone gibt es schätzungsweise rund 3.500 blinde Kinder in der Altersgruppe bis 14 Jahre ungefähr 2-3 Mal so viele leiden unter Sehbehinderungen. 
Derzeit gibt es in Sierra Leone, ebenso wie in den Nachbarländern, keine speziellen medizinischen Einrichtungen für blinde und sehbehinderte Kinder. Die bestehenden chirurgischen Einrichtungen sind für Erwachsene geeignet, Kinder können hier aber nicht operiert werden. 

Um in Sierra Leone zu helfen, umfasst die Projektplanung für „Lichtblicke für Kinder“ den Bau einer kompletten kinderaugenmedizinischen Station mit  Operationssaal, Behandlungsräumen und Bettenstation am „Lowell & Ruth Gess Eye Hospital“ in der Hauptstadt Freetown.Das Krankenhaus soll das Zentrum der kinderaugenmedizinischen Versorgung in Sierra Leone werden.

Lesen Sie hier mehr über "Lichtblicke für Kinder" 2017 in Sierra Leone

2016 - Benin

Für Kinder mit Sehbehinderungen und Augenerkrankungen fehlt es im westafrikanischen Beniin an Möglichkeiten zur Vorsorge und Behandlung . Obwohl fast 50% der Bevölkerung Benins unter 18 Jahre alt ist, gibt es bisher im ganzen Land keine augenmedizinische Versorgung speziell für Kinder.

Mit der Erweiterung, Renovierung und Ausstattung eines bestehenden Augenkrankenhauses sowie der Aus- und Weiterbildung von Fachpersonal soll es zukünftig auch im Benin möglich werden, Kindern durch eine lichtbringende Operation ihr Augenlicht zu schenken! Ergänzende Maßnahmen sichern die Möglichkeiten für Vorsorge, Rehabilitation und Bildung für die Kinder im Benin.

Lesen Sie hier mehr über "Lichtblicke für Kinder" 2016 im Benin

2015 - Elfenbeinküste

In der Republik Elfenbeinküste gilt mehr als die Hälfte der Bevölkerung als arm. Die allgemeine Gesundheitsversorgung ist lückenhaft. Noch gibt es keine speziellen Vorsorge-, Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten für die kleinen Patienten, sodass insbesondere Kinder einem hohen Erblindungsrisiko ausgesetzt sind. 

Die Planung des Lions-Lichtblicke-Projekts 2015 umfasst den Bau von zwei neuen kinderaugenmedizinischen Abteilungen, die Schulung von Personal und den Aufbau eines effektiven Erfassungs- und Überweisungssystems. Außerdem sollen Informations- und Aufklärungskampagnen das Bewusstsein in der Bevölkerung für Blindheit und Sehbehinderungen und die Behandlungsmöglichkeiten stärken. Vorsorge, Behandlung und eine Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten für blinde und sehbehinderte Kinder soll durch die Schulung von Hebammen, Kinderärzten und Lehrkräften unterstützt werden.


Lesen Sie hier mehr über "Lichtblicke 2015 in der Elfenbeinküste"!

2014 - Lusaka und Ostprovinz, Sambia

Von den ca. 13 Mio. Einwohnern Sambias sind etwa 100.000 Menschen blind. Etwa 80 Prozent der Fälle sind behandelbar beziehungsweise wären vermeidbar. Insbesondere Kinder leiden unter der schlechten augenmedizinischen Versorgung des Gesundheitssystems in Sambia.

Mit Hilfe der Lions wird in Sambia die augenmedizinische Versorgung für Kinder verbessert. An zwei Standorten werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

In der Landeshauptstadt Lusaka ermöglichen Lions den Bau eines Rehabilitationszentrums mit  speziellen Klassenzimmern für Kinder mit Seh-,Hör- und anderen Behinderungen. Es werden Untersuchungseinrichtungen für Kinder, Rehabilitations- und Behandlungsräume und Beratungsräume für Familien geschaffen sowie ein Hörsaal zur Aus- und Weiterbildung von Lehramtsstudenten im Bereich Inklusive Bildung eingerichtet.

In der Ostprovinz Sambias wird eine Augenklinik am Chipata General Hospital errichtet. Zusätzlich werden die  augenmedizinischen Abteilungen des St. Francis und Mwami Hospitals ausgebaut und damit der Zugang zu augenmedizinischen Diensten in der Ostprovinz wesentlich verbessert.

Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch die Verdopplung der Spendengelder im Rahmen der Spendengala RTL-Spendenmarathon 2014 durch „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“ und die Bezuschussung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Vielen Dank an alle Spender!

Weitere Informationen zu Sambia

2013 - Bulawayo und Marondera, Simbabwe

Vermeidbare Blindheit stellt ein enormes Problem für Simbabwe dar. Etwa 125.000 Menschen sind blind, doppelt so viele leiden unter Sehbehinderungen. Ca. 60 Prozent der Fälle sind medizinisch behandelbar und somit vermeidbar. Insbesondere Kinder leiden unter der lückenhaften augenmedizinischen Versorgung, da vielen der Zugang zu Bildung und damit zu einer besseren Zukunft verwehrt bleibt.

Mit Hilfe der Lions können diese Lücken in der augenmedizinischen Versorgung für Kinder in Simbabwe geschlossen werden und die Infrastruktur zur Erfassung und Überweisung blinder und sehbehinderter Kinder verbessert, die Behandlungsmöglichkeiten erweitert und für Nachsorge und Rehabilitation Sorge getragen werden.

Der bewährte Lions-Partner dieses Projekts, die Christoffel Blindenmission (CBM) konnte das „Zimbabwe Council for the Blind“ als Partner für das geplante „Lichtblicke“-Projekt im Süden Afrikas gewinnen. In Zusammenarbeit mit dieser einheimischen Hilfsorganisation werden an zwei Standorten kinderaugenmedizinische Dienste aufgebaut .

Mit Simbabwe nahm 2013 zum dritten Mal ein „Lichtblicke“-Projekt am RTL-Spendenmarathon 2013 teil – nach dem bewährten Prinzip „Aus einem Euro mach drei“.

2012 - Lomé, Togo

Im westafrikanischen Togo und den benachbarten Regionen leben ca. 5.500 blinde Kinder zwischen 0 und 15 Jahren, dazu kommen Kinder mit schweren Sehbehinderungen, jedes Jahr kommen etwa 860 Kinder hinzu.
Es existiert bisher landesweit keine augenmedizinische Versorgung für Kinder. Die betroffenen Kinder bleiben oft ein Leben lang blind, weil es an Behandlungsmöglichkeiten fehlt.

In Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Partner CBM unterstützen Lions die Einrichtung einer augenmedizinischen Abteilung für Kinder am Universitätskrankenhaus in der Hauptstadt Lomé und eines Rehabiliations-Netzwerks für blinde und sehbehinderte Kinder in der ganzen Region und den benachbarten Grenzregionen.

Das Lions-Projekt in Togo nahm am RTL-Spendenmarathon 2012 teil, wodurch die Spenden vervielfacht werden!

Lesen Sie hier mehr über Togo!

Kitwe, Sambia

Hier läuft die Hilfe bereits seit Anfang 2012. Am Kitwe Central Hospital, der einzigen Anlaufstelle für Augenmedizin in einem Einzugsbereich für rund fünf Millionen Menschen wird eine augenmedizinische Abteilung für Kinder fertiggestellt und für die notwendige Ausstattung mit augenmedizinischem Gerät und Materialien Sorge getragen.

Außerdem werden Schulungen für qualifiziertes Fachpersonal eingerichtet und die Forschung im Fachbereich diabetische Retinopathie (Netzhauterkrankungen) ausgebaut - dem Fachgebiet des Lions-Augenarztstipendiaten Dr. Seneadza, der auch Chefarzt am Kitwe Central Hospital ist. 
Auch eine Verbesserung der augenmedizinischen Versorgung in den ländlichen Gegenden, sowie die Weitergabe von Fachwissen an die örtlichen Mitarbeiter der Gesundheitsstationen sind Ziele für Sambia.

Lesen Sie hier mehr über Sambia!

Augenmedizinische Versorgung, Rehabilitation und Inklusion für blinde, seh- und mehrfachbehinderte Kinder in Afrika"

Lions für ein ehrgeiziges Ziel: Nach und nach soll die augenmedizinische Versorgung für Kinder in ganz Afrika aufgebaut, ausgebaut und nachhaltig verbessert werden. Seit 2012 unterstützen Lions jedes Jahr ein großes Projekt zur Vermeidung von Blindheit und Armut auf dem Kontinent.

Ein kleiner Patient erholt sich von einer Augenverletzung, Richard Morris Hospital, Bulawayo, Lichtblicke für Kinder in Simbabwe, 2013 (Foto: CBM).

Auf lange Sicht - Lions-Augenarztstipendien

Als Teil der internationalen Langzeitactivity SightFirst vergeben die deutschen Lions im Rahmen von „Lichtblicke für Blinde und Gehörlose“ auch Stipendien für die Ausbildung von Augenärzten in Afrika. Dort fehlt es oft an qualifiziertem Personal und Spezialisten. Deshalb ist unsere Lions-Hilfe hier besonders notwendig und wertvoll, denn: Wir helfen nachhaltig und zukunftsweisend!

Statistisch gesehen versorgt ein Augenarzt in Deutschland 11.000 Menschen. In Afrika sind es hingegen bis zu zwei Millionen. Oft müssen die Patienten lange, beschwerliche  Reisen auf sich nehmen, bis sie überhaupt einen Augenarzt erreichen. Dort angekommen, müssen sie – wie in allen Entwicklungsländern üblich - die Untersuchung und Behandlung selbst bezahlen. Einige Patienten können gar nicht angemessen behandelt werden, weil die nötigen Fachkenntnisse fehlen. Afrikanische Ärzte sind oft nicht für die Behandlung von schweren Augenkrankheiten ausgebildet. Teilweise müssen Patienten  in ein anderes Land überwiesen werden. Doch das können sich die Meisten nicht leisten.
Mehr und besser ausgebildete Augenärzte können die Lage wesentlich verbessern. Helfen Sie, damit mehr Menschen geholfen werden kann.

Weitere Informationen und wie Sie mit Ihrem Club konkret helfen können, finden Sie hier:

Infoblatt Augenarzt-Stipendien

Artikel Augenarzt-Stipendien aus DER Lion

Mehr lesen:

Bericht über die Arbeit des Augenarztes Dr. Banga

Bericht und Vortrag von Augenarzt und Klinikleiter in Sambia, Dr. Seneadza

„Wer auf ein Jahr plant, sät Korn – oder finanziert Instrumente und Material.
Wer auf ein Jahrzehnt plant, pflanzt  Bäume – oder unterstützt Kliniken.
Wer auf Lebenszeit plant, der bildet Menschen aus – oder gibt Stipendien für Augenärzte.”

Dr. Thomas Thomsen, Arzt und - während der Kampagne SightFirst II  - Kabinettsbeauftragter für den Distrikt N

SightFirst Kuba

Mit vereinten Kräften

Nach der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding mit der Lions Clubs International Foundation (LCIF) auf der LCIC 2013 in Hamburg initiierten die deutschen Lions, die Christoffel Blindenmission und LCIF gemeinsam ein Projekt zur Erweiterung von ländlichen Gesundheitsstationen auf Kuba. In allen 16 Provinzen der Insel wurden die Voraussetzungen zu Vorsorge sowie zur Behandlung und Rehabilitation von blinden und sehbehinderten Kinder gestärkt. Das Projekt wurde Ende 2015 abgeschlossen.

Lesen Sie hier mehr über SightFirst in Kuba!

 

Eine Erfolgsgeschichte

Die deutschen Lions haben für ihre Projekte zur Verhütung von Blindheit seit 1992 mehr als 30 Millionen Euro umgesetzt. In vertrauensvoller und erfolgreicher Kooperation mit der weltweit größten Fachorganisation in der Blindheitsverhütung, der Christoffel-Blindenmission (CBM), haben sie damit viel erreicht. Seit vielen Jahren werden die großen Lions-Projekte  durch Zuschüsse vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Campaign SightFirst II

Im Jahre 2005 wurden im Rahmen der internationalen Campaign SightFirst II (CSF II) erneut weltweit alle Lions für den Kampf gegen vermeidbare Blindheit mobilisiert.
Die Kampagne endete 2008. Das stolze Ergebnis wurde im Juli 2008 in Bangkok präsentiert:

Weltweit sammelten Lions innerhalb von drei Jahren 200.329.000 US-Dollar, Deutschland hat dazu über 7.200.000 Euro beigetragen.

Ein lokaler Schwerpunkt der deutschen Lions-Hilfe wurde in der Demokratischen Republik Kongo umgesetzt. Dort wurde durch die Kooperation mit vielen engagierten Menschen und Organisationen vor Ort, Lions Clubs International Foundation (LCIF) und dem BMZ ein umfassendes augenmedizinisches Projekt möglich.

Lesen Sie hier mehr über das Projekt im Kongo!